Die perfekte Keimschale für erfolgreiche Jungpflanzen

Die Wahl der richtigen Keimschale ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Pflanzenanzucht. Während viele Hobbygärtner anfangs zu provisorischen Lösungen wie Joghurtbechern oder alten Plastikbehältern greifen, lohnt sich die Investition in professionelles Anzuchtzubehör. Eine hochwertige Keimschale bildet die Grundlage für gesunde und kräftige Jungpflanzen und erleichtert den gesamten Anzuchtprozess erheblich.
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Warum die Keimschale so wichtig für die Pflanzenanzucht ist
Die Keimphase ist der sensibelste Zeitraum im Leben einer Pflanze. In dieser frühen Entwicklungsphase reagieren Keimlinge besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Temperatur und Licht. Eine speziell konzipierte Keimschale schafft optimale Bedingungen, damit Ihre Samen erfolgreich keimen und zu gesunden Jungpflanzen heranwachsen können.
Anders als improvisierte Behälter bieten professionelle Anzuchtschalen wichtige Vorteile: Sie verfügen über Drainagelöcher für optimale Feuchtigkeitsregulierung, sind aus pflanzenfreundlichen Materialien gefertigt und bieten die ideale Tiefe für Wurzelentwicklung. Zudem sind viele Modelle mit transparenten Deckeln ausgestattet, die ein perfektes Mikroklima erzeugen – ähnlich einem Miniatur-Gewächshaus.
Eine gut durchdachte Keimschale reduziert nicht nur das Risiko von Keimlingskrankheiten wie dem gefürchteten Umfallen (Dämpfungsschaden), sondern erleichtert auch die spätere Handhabung der Sämlinge beim Pikieren und Umtopfen. Dies ist besonders wichtig, wie auch unser Artikel Sämlinge richtig vereinzeln und umtopfen ausführlich erläutert.
Materialien für Keimschalen im Vergleich
Bei der Auswahl einer geeigneten Keimschale spielt das Material eine entscheidende Rolle – sowohl für den Anwendungskomfort als auch für die Umweltverträglichkeit:
Kunststoff-Keimschalen sind die gängigste Variante. Sie sind leicht, langlebig und preiswert. Hochwertige Modelle aus lebensmittelechtem Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) geben keine Schadstoffe an die Erde ab. Besonders praktisch sind transparente Varianten, die eine Beobachtung der Wurzelentwicklung ermöglichen. Ein Nachteil: Konventionelle Kunststoffschalen sind nicht biologisch abbaubar und tragen zur Plastikverschmutzung bei, wenn sie nicht fachgerecht recycelt werden.
Eine umweltfreundlichere Alternative sind biologisch abbaubare Anzuchtschalen aus Materialien wie PLA (Polymilchsäure), Bambusfasern oder gepresstem Papier. Diese Schalen zersetzen sich nach einigen Monaten oder Jahren, wobei PLA-basierte Produkte industrielle Kompostieranlagen benötigen. Für den direkten Kontakt mit Erde sind diese Materialien jedoch nicht so langlebig wie konventioneller Kunststoff und eignen sich daher besser für saisonale Anzuchtprojekte.
Besonders nachhaltig sind Keimschalen aus recycelten Materialien. Diese werden aus aufbereitetem Kunststoff hergestellt und verbinden Langlebigkeit mit Ressourcenschonung. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Zertifikate oder Herstellerangaben.
Für Puristen gibt es auch Terrakotta- oder Keramikschalen. Diese sind schwerer, aber besonders stabil und sorgen für ein ausgewogenes Feuchtigkeitsklima. Der Nachteil: Sie sind deutlich teurer und können bei unsachgemäßer Handhabung zerbrechen.
Die richtige Keimschale für verschiedene Pflanzenarten
Nicht jede Pflanze stellt die gleichen Ansprüche an ihre erste Heimat. Je nach Pflanzenart sollten Sie unterschiedliche Keimschalen in Betracht ziehen:
Für Kräuter und kleinsamiges Gemüse wie Basilikum, Thymian oder Salat eignen sich flache Keimschalen mit einer Tiefe von etwa 5-7 cm. Diese Pflanzen haben in der Keimphase relativ kleine Wurzelsysteme und benötigen wenig Substrat. Achten Sie auf engmaschige Drainagelöcher, damit die feine Aussaaterde nicht ausgeschwemmt wird.
Bei Gemüsepflanzen mit größeren Samen wie Tomaten, Zucchini oder Gurken empfehlen sich etwas tiefere Keimschalen (7-10 cm) oder besser noch Multitopfplatten mit einzelnen Zellen. Diese bieten mehr Platz für die Wurzelentwicklung und erleichtern das spätere Umtopfen erheblich, da die Wurzelballen der Keimlinge voneinander getrennt bleiben.
Stauden und Gehölze mit längeren Entwicklungszeiten profitieren von tieferen Einzeltöpfen oder speziellen Anzuchtsystemen. Hier gilt: Je länger die Pflanze in der Keimschale verbleibt, desto mehr Wurzelraum sollte zur Verfügung stehen, um Wachstumsstörungen zu vermeiden.
Für eine optimale Wasserversorgung, gerade bei empfindlicheren Arten, können Sie auch spezielle Bewässerungssysteme einsetzen, wie sie im Artikel Optimale Wasserversorgung für Sämlinge vorgestellt werden.
Cleveres Zubehör für Ihre Keimschalen
Eine Keimschale allein ist nur der Anfang – mit dem richtigen Zubehör optimieren Sie den Anzuchtprozess entscheidend:
Ein transparenter Deckel oder eine Anzuchthaube verwandelt Ihre Keimschale in ein Miniatur-Gewächshaus. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit und stabilisiert die Temperatur – ideal für eine erfolgreiche Keimung. Achten Sie auf Lüftungsschlitze oder einstellbare Ventilationsöffnungen, um die Luftzirkulation zu regulieren und Schimmelbildung vorzubeugen.
Für Pflanzen mit längerer Anzuchtphase sind Heizmatten für die Pflanzenanzucht eine lohnende Investition. Sie sorgen für konstante Bodentemperaturen von 20-25°C und beschleunigen die Keimung erheblich – besonders bei wärmeliebenden Kulturen wie Tomaten, Paprika oder Chili. Moderne Modelle verfügen über präzise Thermostate zur genauen Temperaturregelung.
Bewässerungsmatten aus Kapillarvlies werden unter die Keimschale gelegt und in ein Wasserbecken getaucht. Sie sorgen für eine gleichmäßige Feuchtigkeit von unten, was besonders vorteilhaft für empfindliche Keimlinge ist. Diese Methode verhindert sowohl Austrocknung als auch Staunässe und reduziert den Gießaufwand erheblich.
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Für präzise Aussaat bieten Aussaathilfen wie Saatgutspender oder Aussaatschablonen eine praktische Unterstützung. Sie helfen dabei, die richtige Saatdichte zu erreichen und vermeiden mühsames Vereinzeln.
Besonders komfortabel sind komplette Anzuchtsets, die eine Keimschale mit passender Haube, Bewässerungssystem und manchmal sogar integrierter Beleuchtung kombinieren. Diese All-in-one-Lösungen sind ideal für Einsteiger und platzsparend für die Fensterbank.
Praktische Tipps für die Nutzung von Keimschalen
Mit diesen Praxistipps holen Sie das Beste aus Ihrer Keimschale heraus:
Reinigung und Hygiene: Verwenden Sie Ihre Keimschale mehrmals, ist gründliche Hygiene entscheidend. Vor jeder neuen Aussaat sollten Sie die Schalen mit heißem Wasser und mildem Essigwasser (1:10 verdünnt) reinigen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft eine weiche Bürste. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel, da deren Rückstände die empfindlichen Keimlinge schädigen können. Eine abschließende Desinfektion mit Wasserstoffperoxid (3%) beugt Pilzerkrankungen vor.
Die richtige Substratmenge: Füllen Sie die Keimschale nicht bis zum Rand, sondern lassen Sie etwa 1-2 cm Platz. Dies erleichtert das Gießen und verhindert, dass Erde über den Rand schwappt. Das Substrat sollte leicht angedrückt, aber nicht verdichtet werden, um optimale Luft- und Wasserverhältnisse zu gewährleisten.
Optimale Positionierung: Platzieren Sie Ihre Keimschale an einem hellen, aber nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzten Ort. Ideal ist ein Ost- oder Westfenster. Bei zu wenig Licht werden die Sämlinge spindelig und instabil. In den lichtarmen Wintermonaten ist eine Ergänzung durch spezielle Pflanzenlampen für die Anzucht empfehlenswert.
Beschriftung und Dokumentation: Nutzen Sie wasserfeste Etiketten oder Pflanzenstecker, um Ihre Aussaaten zu kennzeichnen. Notieren Sie Pflanzenart, Sorte und Aussaatdatum. Dies hilft nicht nur bei der Organisation, sondern ermöglicht auch eine Erfolgskontrolle für künftige Anzuchten.
Richtige Bewässerung: Gießen Sie vorsichtig mit einer Sprühflasche oder einer Gießkanne mit feinem Brauseaufsatz, um die Samen nicht auszuschwemmen. Alternativ können Sie auch von unten bewässern, indem Sie die Keimschale in eine flache Wasserschale stellen und das Wasser durch die Drainagelöcher aufsteigen lassen.
Wie Sie Ihre Keimschalen nachhaltig nutzen
Für umweltbewusste Gärtner hier einige Tipps zur nachhaltigen Nutzung von Keimschalen:
Langlebigkeit durch Pflege: Qualitativ hochwertige Kunststoff-Keimschalen können bei guter Pflege viele Jahre halten. Schützen Sie sie vor UV-Strahlung, wenn sie nicht in Gebrauch sind, und lagern Sie sie an einem kühlen, trockenen Ort.
Reparieren statt wegwerfen: Kleinere Risse können mit lebensmittelechtem Silikonkleber repariert werden. Bei Schalen mit mehreren Kammern können beschädigte Bereiche weiterhin für größere Pflanzen mit eigenen Töpfen genutzt werden.
Upcycling alter Keimschalen: Nicht mehr für die Anzucht geeignete Schalen können als Untersetzer, zur Aufbewahrung von Gartenutensilien oder als Sortierschalen für die Ernte verwendet werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Recycling: Wenn Ihre Kunststoff-Keimschale endgültig ausgedient hat, führen Sie sie dem Recycling zu. Achten Sie auf das Recyclingsymbol und die entsprechende Kunststoffkennzeichnung.
Eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Keimschalen finden Sie auch in unserem Artikel über Nachhaltige Töpfe für Pflanzenstarts, der umweltfreundliche Optionen detailliert vorstellt.
Fazit: Die richtige Keimschale als Grundlage für Ihren Gartenerfolg
Eine hochwertige Keimschale ist weit mehr als nur ein Behälter – sie ist das Fundament für gesunde und kräftige Jungpflanzen. Mit der richtigen Wahl des Materials, der Größe und des passenden Zubehörs schaffen Sie optimale Startbedingungen für Ihre grünen Schützlinge.
Investieren Sie Zeit in die Auswahl der perfekten Keimschale für Ihre speziellen Bedürfnisse und belohnen Sie sich mit robusten Pflanzen, die später im Garten oder auf dem Balkon prächtig gedeihen werden. Bedenken Sie dabei: Eine qualitativ hochwertige Anzuchtschale amortisiert sich schnell durch bessere Keimergebnisse und mehrjährige Verwendbarkeit.
Mit diesem Wissen und ein wenig Experimentierfreude steht einer erfolgreichen Pflanzenanzucht nichts mehr im Wege. Ihre Keimschale für die Anzucht wird zum verlässlichen Partner auf dem Weg zu einem blühenden und ertragreichen Garten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Keimschale ist am besten für Anfänger geeignet?
Für Einsteiger empfehle ich komplette Anzuchtsets mit Deckel, die alle wichtigen Komponenten vereinen. Diese Sets enthalten meist eine stabile Kunststoff-Keimschale, eine transparente Anzuchthaube und manchmal sogar eine Bewässerungsmatte.
Besonders praktisch sind Multitopfplatten mit einzelnen Zellen, da sie das spätere Vereinzeln der Pflanzen deutlich erleichtern. Die einzelnen Kammern verhindern, dass sich die Wurzeln vermischen, und Sie können jede Jungpflanze problemlos herausholen.
Achten Sie auf Lüftungsschlitze im Deckel zur Feuchtigkeitsregulierung und ausreichend Drainagelöcher im Boden. Sets aus lebensmittelechtem Polypropylen sind langlebig und geben keine Schadstoffe ab. Für den Start genügen Schalen mit 5-7 cm Tiefe, die für die meisten Gemüse- und Kräutersorten ausreichen.
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Wie unterscheiden sich biologisch abbaubare Keimschalen von normalen Kunststoffschalen?
Biologisch abbaubare Anzuchtschalen bestehen aus Materialien wie PLA (Polymilchsäure), Bambusfasern oder gepresstem Papier und zersetzen sich nach einigen Monaten bis Jahren. Sie sind ideal für umweltbewusste Gärtner und eignen sich besonders für saisonale Anzuchtprojekte.
Im Gegensatz dazu sind Kunststoff-Keimschalen deutlich langlebiger und können bei guter Pflege viele Jahre wiederverwendet werden. Sie sind stabiler, preiswert und oft transparenter, was die Beobachtung der Wurzelentwicklung ermöglicht.
Wichtig zu wissen: PLA-Schalen benötigen für die vollständige Zersetzung industrielle Kompostieranlagen und sollten nicht einfach im Garten vergraben werden. Anzuchttöpfe aus Papier hingegen können direkt mit der Pflanze in die Erde gesetzt werden.
Eine gute Kompromisslösung sind Keimschalen aus recyceltem Kunststoff, die Langlebigkeit mit Ressourcenschonung verbinden.
Brauche ich für jede Pflanzenart eine andere Keimschale?
Nicht zwingend, aber unterschiedliche Pflanzen profitieren definitiv von angepassten Keimschalen. Für Kräuter und kleinsamiges Gemüse wie Basilikum oder Salat reichen flache Schalen mit 5-7 cm Tiefe völlig aus.
Für Tomaten, Paprika, Zucchini oder Gurken empfehle ich Multitopfplatten mit einzelnen Zellen (7-10 cm Tiefe). Die getrennten Kammern verhindern Wurzelverflechtungen und erleichtern das spätere Umtopfen enorm – die Wurzelballen bleiben intakt.
Bei Stauden und Gehölzen mit längerer Entwicklungszeit sollten Sie zu tieferen Einzeltöpfen greifen, da diese mehr Wurzelraum bieten.
Eine praktische Lösung für Vielsämlinge ist ein Set mit verschiedenen Schalengrößen, sodass Sie für jede Pflanzenart die passende Variante zur Hand haben.
Was ist besser – Keimschale mit oder ohne Deckel?
Eine Keimschale mit Deckel ist eindeutig die bessere Wahl, besonders für Anfänger. Der transparente Deckel verwandelt Ihre Anzuchtschale in ein Mini-Gewächshaus und schafft das perfekte Mikroklima für die Keimung.
Die Vorteile: Der Deckel erhöht die Luftfeuchtigkeit konstant, stabilisiert die Temperatur und beschleunigt dadurch die Keimung erheblich. Zudem schützt er die empfindlichen Samen vor Zugluft und verhindert zu schnelles Austrocknen der Erde.
Achten Sie unbedingt auf einstellbare Lüftungsschlitze im Deckel! Diese sind entscheidend, um Schimmelbildung vorzubeugen und die Luftzirkulation zu regulieren. Anzuchthauben mit verstellbaren Ventilationsöffnungen bieten hier die beste Kontrolle.
Schalen ohne Deckel können Sie zwar mit Frischhaltefolie abdecken, aber das ist unpraktisch und muss täglich gelüftet werden. Investieren Sie lieber gleich in ein komplettes Set mit passender Haube.
Wie reinige ich meine Keimschalen richtig für die nächste Aussaat?
Gründliche Hygiene ist entscheidend, um Pilzerkrankungen und Keimlingskrankheiten zu vermeiden. Reinigen Sie Ihre Keimschalen nach jeder Anzucht so:
- Entfernen Sie zuerst alle Erdreste und spülen Sie die Schale mit warmem Wasser ab
- Legen Sie die Schalen für 15-20 Minuten in eine Essigwasser-Lösung (1:10 verdünnt) ein
- Nutzen Sie bei hartnäckigen Verschmutzungen eine weiche Bürste zum Schrubben
- Für die Desinfektion können Sie die Schalen anschließend mit 3%igem Wasserstoffperoxid auswischen
- Lassen Sie alles vollständig an der Luft trocknen
Wichtig: Verzichten Sie auf aggressive chemische Reinigungsmittel, da deren Rückstände die empfindlichen Keimlinge schädigen können. Auch transparente Deckel sollten Sie mitbehandeln. Lagern Sie die sauberen Anzuchtschalen trocken und geschützt vor UV-Strahlung.
Lohnt sich eine Heizmatte für die Anzucht wirklich?
Ja, bei wärmeliebenden Pflanzen lohnt sich eine Heizmatte für die Anzucht absolut! Besonders Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen und Gurken keimen bei konstanten Bodentemperaturen von 20-25°C deutlich schneller und zuverlässiger.
Ohne Heizmatte kann die Keimung dieser wärmeliebenden Kulturen auf der kühlen Fensterbank doppelt so lange dauern oder komplett ausbleiben. Eine Heizmatte mit Thermostat beschleunigt den Prozess erheblich und erhöht die Keimrate.
Die Vorteile: Gleichmäßige Bodenwärme, präzise Temperaturregelung und energieeffiziente Nutzung. Moderne Modelle verbrauchen nur 15-20 Watt und können mehrere Anzuchtschalen gleichzeitig beheizen.
Für Kaltkeimer wie viele Kräuter oder Salate benötigen Sie keine Heizmatte. Bei gemischter Anzucht verschiedener Pflanzenarten ist sie dennoch eine lohnende Investition, die sich durch bessere Ergebnisse und gesündere Jungpflanzen schnell amortisiert. Kombinieren Sie sie am besten mit einer Bewässerungsmatte für optimale Ergebnisse.
Wie verhindere ich Schimmel in meiner Keimschale?
Schimmel entsteht meist durch zu hohe Feuchtigkeit bei schlechter Luftzirkulation. Mit diesen Maßnahmen beugen Sie effektiv vor:
Richtige Belüftung: Nutzen Sie Anzuchthauben mit einstellbaren Lüftungsschlitzen und öffnen Sie diese täglich für 10-15 Minuten. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, erhöhen Sie die Belüftung schrittweise.
Richtig gießen: Verwenden Sie eine Sprühflasche statt großflächig zu gießen. Besser noch: Bewässern Sie von unten mit einer Bewässerungsmatte, die gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe garantiert.
Sauberes Arbeiten: Verwenden Sie nur frische, sterile Anzuchterde und gereinigte Keimschalen. Ausreichend Drainagelöcher sind Pflicht!
Bei ersten Schimmelanzeichen entfernen Sie betroffene Stellen sofort und reduzieren Sie die Feuchtigkeit. Eine Behandlung mit verdünntem Wasserstoffperoxid (1:10) hilft zusätzlich.
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Welches Zubehör brauche ich zusätzlich zur Keimschale?
Für optimale Anzuchtergebnisse empfehle ich diese sinnvolle Ergänzung zu Ihrer Keimschale:
Unverzichtbar:
- Spezielle Anzuchterde – nährstoffarm und fein strukturiert
- Sprühflasche mit feinem Nebel für vorsichtiges Bewässern
- Wasserfeste Pflanzenetiketten zur Beschriftung
Sehr empfehlenswert:
- LED-Pflanzenlampe für lichtarme Standorte oder Winteranzucht
- Heizmatte mit Thermostat für wärmeliebende Pflanzen
- Bewässerungsmatte aus Kapillarvlies für gleichmäßige Feuchtigkeit von unten
Praktische Helfer: Pikierstab zum schonenden Vereinzeln und Aussaathilfen für präzise Saatgutverteilung. Alternativ gibt es auch komplette Anzuchtsets, die bereits viele dieser Komponenten enthalten.
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Wie oft kann ich eine Kunststoff-Keimschale wiederverwenden?
Hochwertige Kunststoff-Keimschalen aus Polypropylen oder Polyethylen können bei guter Pflege 5-10 Jahre oder länger halten – manche sogar noch deutlich mehr. Das macht sie trotz höherer Anschaffungskosten sehr wirtschaftlich und nachhaltiger als Einweg-Varianten.
So maximieren Sie die Lebensdauer:
- Reinigen Sie die Schalen nach jeder Nutzung gründlich mit Essigwasser (siehe Reinigungstipps)
- Lagern Sie sie geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, da UV-Strahlung das Material spröde macht
- Stapeln Sie die Schalen vorsichtig – stapelbare Modelle sind hier praktisch
- Kleine Risse können Sie mit lebensmittelechtem Silikonkleber reparieren
Besonders dickwandige Profi-Schalen aus dem Gartenbau-Bereich sind extrem langlebig. Selbst wenn die Schalen für die Anzucht nicht mehr perfekt sind, können Sie sie noch als Untersetzer oder zur Aufbewahrung nutzen. Am Ende der Nutzungsdauer führen Sie sie dem Recycling zu.
Brauchen alle Samen die gleiche Temperatur zum Keimen?
Nein, verschiedene Pflanzen haben sehr unterschiedliche Temperaturansprüche während der Keimphase. Das ist wichtig zu wissen, wenn Sie mehrere Keimschalen gleichzeitig betreiben.
Wärmeliebende Pflanzen (20-25°C): Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Gurken, Zucchini und Kürbis. Für diese nutzen Sie am besten eine Heizmatte mit Thermostat, die konstante Bodentemperaturen garantiert.
Moderate Temperaturen (15-20°C): Die meisten Kräuter, Salate, Kohlarten und Sommerblumen keimen bei normaler Zimmertemperatur gut. Eine Keimschale mit Deckel auf der Fensterbank reicht hier aus.
Kaltkeimer (5-15°C): Viele Stauden, Gehölze und auch Feldsalat benötigen kühlere Temperaturen. Diese stellen Sie besser in einen unbeheizten Raum oder ins Frühbeet.
Mit einem Boden-Thermometer können Sie die tatsächliche Substrattemperatur präzise kontrollieren und optimale Bedingungen für jede Pflanzenart schaffen.