Herbstmulch: Optimaler Winterschutz im Garten

Der Herbst ist die perfekte Zeit, den Garten auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Eine der wirksamsten Methoden, um Pflanzen vor Frost zu schützen und den Boden gesund zu halten, ist die Anwendung von Herbstmulch. Diese spezielle Mulchtechnik bietet nicht nur Schutz vor winterlichen Temperaturen, sondern versorgt den Boden auch mit wichtigen Nährstoffen für das kommende Frühjahr.
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Warum Herbstmulch für Ihren Garten unverzichtbar ist
Die Herbstmonate sind im Garten eine Zeit des Übergangs. Während die Natur sich auf den Winterschlaf vorbereitet, können wir mit der richtigen Herbstmulch-Schicht mehrere Ziele gleichzeitig erreichen. Eine gute Mulchschicht im Herbst wirkt wie eine natürliche Isolierung, die den Boden vor extremen Temperaturschwankungen schützt. Dies ist besonders wichtig, da der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter den sogenannten Frostschub verursachen kann, der empfindliche Pflanzenwurzeln aus dem Boden hebt und beschädigt.
Anders als beim sommerlichen Mulchen, wo der Fokus auf Feuchtigkeitserhalt und Unkrautunterdrückung liegt, dient der Herbstmulch primär dem Schutz vor Kälte. Daher unterscheiden sich auch die idealen Materialien und Auftragsdicken. Im Herbst sollten Sie zu gröberen, aber dennoch isolierenden Materialien greifen, die nicht so schnell verrotten und eine luftige Schutzschicht bilden.
Die besten Materialien für effektiven Herbstmulch
Die Wahl des richtigen Mulchmaterials im Herbst ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Wintervorbereitung. Hier sind die bewährtesten Optionen:
Laubmulch – Die natürliche Herbstressource
Laubmulch ist im Herbst in großen Mengen verfügbar und eignet sich hervorragend als isolierende Schutzschicht. Eichenlaub, Buchenlaub und das Laub anderer Laubbäume sind ideale Materialien, die sich im Laufe des Winters langsam zersetzen und den Boden mit Nährstoffen anreichern. Um zu verhindern, dass der Wind das Laub wegweht, können Sie es mit einer dünnen Schicht Kompostmulch beschweren oder mit einem Gartenvlies abdecken.
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Wichtig ist jedoch: Nicht jedes Laub eignet sich gleichermaßen gut. Nadellaub und Walnusslaub enthalten Stoffe, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen können. Auch sollten Sie darauf achten, dass das Laub nicht zu dicht und feucht aufliegt, da dies Fäulnis begünstigen kann. Eine lockere Schicht von etwa 10-15 cm Herbstmulch aus Laub bietet optimalen Schutz.
Rindenmulch und Holzhäcksel für langanhaltenden Schutz
Rindenmulch ist ein klassischer und bewährter Winterschutz. Im Herbst empfiehlt sich die Verwendung von groberem Rindenmulch, der länger haltbar ist und nicht so schnell verrottet. Eine 5-7 cm dicke Schicht bietet ausreichend Schutz für die meisten Stauden und Gehölze.
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Ähnlich verhält es sich mit Holzhäckseln aus Baum- und Strauchschnitt. Diese bilden eine luftige Schutzschicht, die Feuchtigkeit durchlässt, aber vor starken Frösten schützt. Bei der Verwendung von frischen Holzhäckseln als Herbstmulch sollten Sie bedenken, dass diese während der Verrottung Stickstoff aus dem Boden ziehen. Eine zusätzliche Düngergabe im Frühjahr kann diesen Effekt ausgleichen.
Stroh und Reisig für empfindliche Pflanzen
Stroh ist besonders für den Schutz von Rosen und anderen frostempfindlichen Pflanzen geeignet. Es isoliert hervorragend gegen Kälte, während es gleichzeitig Luftzirkulation ermöglicht und somit Fäulnisbildung vorbeugt. Kombiniert mit einem Frostschutzvlies bietet Stroh einen nahezu perfekten Winterschutz.
Reisig aus Nadelgehölzen eignet sich ebenfalls hervorragend als Herbstmulch, insbesondere zum Abdecken von Stauden und niedrigen Sträuchern. Die feinen Zweige bilden eine luftige Schutzdecke, die gleichzeitig vor starken Frösten und vor zu viel Nässe schützt.
So bringen Sie Herbstmulch richtig auf
Die effektive Anwendung von Herbstmulch folgt bestimmten Grundsätzen, die den Erfolg Ihrer Wintervorbereitungen maßgeblich beeinflussen:
Der richtige Zeitpunkt
Der optimale Zeitpunkt für das Ausbringen von Herbstmulch liegt kurz vor dem ersten Frost. In den meisten Regionen Deutschlands bedeutet dies Ende Oktober bis Mitte November. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden noch relativ warm, was durch den Mulch konserviert werden kann. Mulchen Sie nicht zu früh, da dies Wühlmäuse und andere Schädlinge anlocken könnte, die im Mulch ein warmes Winterquartier suchen.
Wie auch in unserem Artikel über natürlichen Bodenschutz bei Herbstkälte beschrieben, sollte der Boden beim Aufbringen des Mulchmaterials leicht feucht, aber nicht durchnässt sein.
Die richtige Technik
Bevor Sie den Herbstmulch ausbringen, sollten Sie Ihren Garten entsprechend vorbereiten:
- Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und Unkraut, um möglichen Krankheitsherden vorzubeugen.
- Lockern Sie den Boden leicht auf, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Bei Bedarf bringen Sie eine dünne Schicht Kompost als Nährstofflieferant vor dem eigentlichen Mulch auf.
Anschließend verteilen Sie das Mulchmaterial gleichmäßig in der empfohlenen Schichtdicke. Achten Sie darauf, dass kein direkter Kontakt zwischen Mulch und Pflanzenstängeln oder -stämmen besteht, da dies Fäulnis begünstigen kann. Halten Sie einen Abstand von etwa 5-10 cm zu den Pflanzen ein.
Spezielle Pflanzengruppen – spezielle Anforderungen
Verschiedene Pflanzentypen benötigen unterschiedliche Herbstmulch-Strategien:
Rosen profitieren von einer Kombination aus Erde (Anhäufeln) und einer lockeren Schicht aus Reisig oder Stroh. Alternativ können Sie spezielle Rosenschutzhauben verwenden.
Stauden sollten nicht zu dicht abgedeckt werden. Hier genügt oft eine leichte Schicht aus Laub oder Reisig. Manche winterharte Stauden benötigen sogar überhaupt keinen Schutz.
Immergrüne Gehölze brauchen vor allem Schutz vor austrocknenden Winden und Wintersonne. Eine Mulchschicht am Wurzelbereich kombiniert mit einem Schattiergewebe kann hier hilfreich sein.
Gemüsebeete können nach der Ernte mit einer dicken Schicht Herbstlaub oder Stroh bedeckt werden. Dies schützt nicht nur vor Frost, sondern unterdrückt auch Unkrautwachstum und verbessert die Bodenstruktur für die nächste Saison.
Kombination von Herbstmulch mit Gartenvlies
Für einen optimalen Winterschutz empfiehlt sich oft die Kombination von organischem Herbstmulch mit einem hochwertigen Wintervlies. Das Vlies bietet zusätzlichen Schutz vor Frost und verhindert gleichzeitig, dass organisches Mulchmaterial vom Wind verweht wird.
Bei der Wahl des Gartenvlieses sollten Sie auf folgende Eigenschaften achten:
- Ausreichende Grammatur (mindestens 30-50 g/m² für leichten Frostschutz, 80-150 g/m² für stärkeren Schutz)
- Wasserdurchlässigkeit, um Staunässe zu vermeiden
- UV-Stabilität für eine längere Haltbarkeit
Besonders empfindliche Pflanzen können Sie zunächst mit einer Schicht Herbstmulch umgeben und anschließend mit einem Vlies abdecken. Dies schafft ein günstiges Mikroklima, das die Pflanzen vor extremen Temperaturen schützt.
Nachhaltige Aspekte des Herbstmulchens
Das Mulchen im Herbst ist nicht nur aus praktischen Gründen sinnvoll, sondern auch aus ökologischer Sicht. Durch die Verwendung natürlicher Materialien aus dem eigenen Garten – wie Laub, Rasenschnitt oder Gehölzschnitt – schließen Sie Nährstoffkreisläufe und reduzieren Abfall. Gleichzeitig schaffen Sie mit einer Herbstmulch-Schicht Lebensräume für nützliche Bodenorganismen und Insekten, die in den Wintermonaten Schutz suchen.
Eine weitere nachhaltige Praxis ist das sogenannte "Chop and Drop" – dabei werden Pflanzenreste direkt dort zerkleinert und als Mulch verwendet, wo sie anfallen. Dies spart Transport und erhält die Nährstoffe genau dort, wo sie benötigt werden. Ähnliche Konzepte werden auch im Artikel über natürliche Bodenpflege mit Mulchmaterialien ausführlich erklärt.
Häufige Fehler beim Herbstmulchen vermeiden
Obwohl Herbstmulch viele Vorteile bietet, können einige häufige Fehler die positiven Effekte zunichtemachen:
Zu dicke Mulchschichten können zu Fäulnis führen und Nagetiere anlocken. Halten Sie sich an die empfohlenen Schichtdicken für das jeweilige Material.
Direkter Kontakt mit Pflanzenstängeln begünstigt Pilzkrankheiten und Fäulnis. Lassen Sie immer einen kleinen Abstand zwischen Mulch und Pflanzen.
Verwendung kranker Pflanzenteile als Mulch kann Krankheiten im Garten verbreiten. Entsorgen Sie krankes Material lieber über den Hausmüll als über den Kompost oder als Mulch.
Zu spätes Mulchen, wenn der Boden bereits gefroren ist, bietet weniger Schutz. Der Mulch kann dann die Kälte nicht mehr vom Boden fernhalten.
Fazit: Herbstmulch als Investition in einen gesunden Frühlingsgarten
Die Anwendung von Herbstmulch ist eine der wertvollsten Maßnahmen, die Sie im Herbst für Ihren Garten ergreifen können. Mit der richtigen Materialwahl und Ausbringungstechnik schützen Sie nicht nur Ihre Pflanzen vor den Widrigkeiten des Winters, sondern verbessern auch die Bodenqualität für die kommende Gartensaison.
Mulchen im Herbst ist mehr als nur Pflanzenschutz – es ist eine Investition in die Gesundheit und Vitalität Ihres gesamten Gartens. Die im Winter langsam zersetzten Mulchmaterialien stellen im Frühjahr wertvolle Nährstoffe bereit und fördern ein gesundes Bodenleben.
Nutzen Sie die Ressourcen, die Ihnen der Herbst bietet – sei es Laub, Gehölzschnitt oder Stroh – und verwandeln Sie sie in einen wertvollen Winterschutz für Ihren Garten. Ihr Frühjahrgarten wird es Ihnen mit kraftvollem Wachstum und gesunden Pflanzen danken.
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Häufig gestellte Fragen
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausbringen von Herbstmulch?
Der optimale Zeitpunkt für Herbstmulch liegt zwischen Ende Oktober und Mitte November, kurz vor dem ersten Frost. Wichtig ist, dass der Boden beim Mulchen noch relativ warm und leicht feucht ist – so kann die Wärme durch die Mulchschicht konserviert werden.
Mulchen Sie nicht zu früh, da dies Wühlmäuse anlocken könnte, die im warmen Mulch überwintern wollen. Zu spätes Mulchen hingegen bringt wenig, wenn der Boden bereits gefroren ist. Bereiten Sie Ihren Garten vor, indem Sie abgestorbene Pflanzenteile entfernen und den Boden leicht auflockern, bevor Sie Rindenmulch, Laubmulch oder Stroh aufbringen.
Für zusätzlichen Schutz empfindlicher Pflanzen können Sie die Mulchschicht mit einem Wintervlies kombinieren.
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Welche Mulchmaterialien eignen sich am besten für den Winterschutz?
Für den Winterschutz stehen Ihnen verschiedene bewährte Mulchmaterialien zur Verfügung, je nach Pflanzenart und Schutzbedarf:
- Laubmulch: Kostenlos im Herbst verfügbar, eine 10-15 cm dicke Schicht aus Eichen- oder Buchenlaub isoliert hervorragend
- Rindenmulch: Der Klassiker für langanhaltenden Schutz – grober Rindenmulch in 5-7 cm Schichtdicke schützt die meisten Stauden
- Stroh: Ideal für Rosen und frostempfindliche Pflanzen, da es isoliert und gleichzeitig luftdurchlässig ist
- Reisig: Tannenreisig bildet eine luftige Schutzdecke für niedrige Stauden
Vermeiden Sie Walnuss- und Nadellaub, da diese wachstumshemmende Stoffe enthalten. Kombinieren Sie den Mulch bei Bedarf mit Frostschutzvlies für optimalen Schutz.
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Wie dick sollte die Mulchschicht im Herbst sein?
Die optimale Dicke der Mulchschicht hängt vom verwendeten Material ab und sollte weder zu dünn noch zu dick sein:
- Laubmulch: 10-15 cm für ausreichende Isolation, locker aufgetragen
- Rindenmulch: 5-7 cm bieten optimalen Schutz ohne Fäulnisgefahr
- Stroh: 8-10 cm, besonders um den Wurzelbereich von Rosen
- Holzhäcksel: 5-8 cm als luftige Schutzschicht
Achten Sie darauf, dass die Mulchschicht nicht zu dick aufgetragen wird – dies kann zu Fäulnis führen und Nagetiere anlocken. Lassen Sie außerdem immer einen Abstand von 5-10 cm zu Pflanzenstängeln und Baumstämmen.
Für empfindliche Pflanzen können Sie zusätzlich ein Gartenvlies über dem Mulch anbringen.
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Kann ich normales Herbstlaub als Mulch verwenden?
Ja, Herbstlaub ist sogar eines der besten kostenlosen Mulchmaterialien für den Winterschutz! Eichen-, Buchen- und Birkenlaub eignen sich hervorragend und zersetzen sich langsam, wodurch sie den Boden mit wertvollen Nährstoffen anreichern.
Worauf Sie achten sollten:
- Vermeiden Sie Walnuss- und Nadellaub, da diese wachstumshemmende Stoffe enthalten
- Tragen Sie das Laub locker in 10-15 cm Schichtdicke auf
- Beschweren Sie leichtes Laub mit etwas Kompost oder einem Gartenvlies, damit es nicht wegweht
- Achten Sie darauf, dass das Laub nicht zu feucht und verdichtet aufliegt
Falls Sie große Mengen Laub haben, lohnt sich ein Laubsauger mit Häckselfunktion, um das Material zu zerkleinern. Zerkleinertes Laub lässt sich besser verteilen und verrottet gleichmäßiger.
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Wie schütze ich Rosen am besten mit Mulch im Winter?
Rosen benötigen einen speziellen Winterschutz, der aus mehreren Komponenten besteht:
Die bewährte Methode:
- Häufeln Sie zunächst Erde um die Veredelungsstelle (ca. 15-20 cm hoch)
- Decken Sie den Wurzelbereich mit 8-10 cm Stroh oder Tannenreisig ab
- Bei empfindlichen Rosensorten verwenden Sie zusätzlich Rosenschutzhauben
- Für Hochstammrosen eignen sich Wintervlies oder spezielle Rosenschutzsäcke
Stroh ist besonders vorteilhaft, da es hervorragend isoliert, aber gleichzeitig luftdurchlässig bleibt und Fäulnis vorbeugt. Vermeiden Sie dichtes Laubmulch direkt an den Trieben.
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Was ist besser: Rindenmulch oder Laubmulch für den Winter?
Beide Materialien haben ihre spezifischen Vorteile – die Wahl hängt von Ihren Anforderungen ab:
Rindenmulch:
- Langlebiger und stabiler, verrottet langsamer
- Bleibt besser an Ort und Stelle, wird nicht weggeweht
- Ideal für Gehölze und mehrjährige Pflanzungen
- Grober Rindenmulch bietet bessere Isolation
Laubmulch:
- Kostenlos und nachhaltig aus dem eigenen Garten
- Reichert den Boden schneller mit Nährstoffen an
- Fördert intensiver das Bodenleben
- Optimal für Gemüsebeete und Staudenbeete
Meine Empfehlung: Kombinieren Sie beide! Verwenden Sie Rindenmulch für dauerhafte Bepflanzungen und Laubmulch für Beete. Bei lockerem Laub können Sie eine dünne Schicht Kompost oder Gartenvlies zum Beschweren nutzen.
Brauche ich zusätzlich Vlies über dem Mulch?
Ein zusätzliches Vlies ist nicht immer notwendig, aber in bestimmten Situationen sehr empfehlenswert:
Vlies ist sinnvoll bei:
- Sehr frostempfindlichen Pflanzen wie Rosen, Hortensien oder mediterranen Gehölzen
- Lockerem Material wie Laub, das leicht wegweht
- Jungpflanzen in den ersten Wintern
- Exponierten, windigen Standorten
Achten Sie auf die richtige Vliesqualität: Ein gutes Wintervlies sollte mindestens 50 g/m² haben, für starken Frostschutz sind 80-150 g/m² ideal. Das Vlies muss wasserdurchlässig und UV-stabil sein.
Die beste Kombination: Bringen Sie zunächst eine Schicht Mulch oder Stroh auf und decken Sie diese mit Frostschutzvlies ab. So entsteht ein optimales Mikroklima.
Welche Fehler sollte ich beim Mulchen im Herbst vermeiden?
Diese häufigen Fehler können die Wirkung Ihres Winterschutzes zunichtemachen:
1. Zu dicke Mulchschichten: Mehr als 15 cm führen zu Fäulnis und locken Nagetiere an. Halten Sie sich an die empfohlenen Schichtdicken für Rindenmulch (5-7 cm) oder Laubmulch (10-15 cm).
2. Direkter Kontakt mit Pflanzen: Lassen Sie immer 5-10 cm Abstand zu Stängeln und Stämmen – sonst drohen Pilzkrankheiten.
3. Krankes Material verwenden: Pilzbefallenes Laub gehört in den Müll, nicht auf Ihre Beete!
4. Falscher Zeitpunkt: Zu frühes Mulchen lockt Schädlinge an, zu spätes (bei gefrorenem Boden) bringt wenig Schutz.
5. Verdichtetes Mulchen: Der Mulch sollte locker aufliegen. Bei Bedarf mit Gartenvlies fixieren statt festdrücken.
Wie schütze ich Gemüsebeete mit Mulch über den Winter?
Gemüsebeete profitieren enorm von Wintermulch, der den Boden schützt und gleichzeitig für die nächste Saison verbessert:
Nach der Herbsternte:
- Entfernen Sie Erntereste und Unkraut gründlich
- Lockern Sie den Boden leicht auf, ohne die Struktur zu zerstören
- Bringen Sie eine dünne Schicht Kompost als Nährstofflieferant auf
- Decken Sie alles mit 10-15 cm Herbstlaub oder Stroh ab
Vorteile: Die Mulchschicht schützt vor Erosion, unterdrückt Unkraut und wird bis zum Frühjahr teilweise zersetzt – das verbessert die Bodenstruktur erheblich. Für windige Lagen können Sie die Schicht mit Gartenvlies abdecken.
Alternativ können Sie auch feinen Rindenmulch verwenden, den Sie im Frühjahr leicht in den Boden einarbeiten können.
Muss ich im Frühjahr den Herbstmulch wieder entfernen?
Das kommt auf das Material an – nicht jeder Mulch muss entfernt werden:
Kann liegenbleiben:
- Rindenmulch und Holzhäcksel zersetzen sich langsam und können größtenteils bleiben
- Gut verrottetes Laub kann vorsichtig in den Boden eingearbeitet werden
- Kompost wird ohnehin Teil des Bodens
Sollte entfernt werden:
- Stroh und Reisig von Rosen und empfindlichen Pflanzen sobald keine Nachtfröste mehr drohen
- Dicke, unverrottete Laubschichten auf Beeten, damit der Boden sich erwärmen kann
- Gartenvlies spätestens bei Austriebsbeginn
Zeitpunkt: Entfernen Sie Winterschutz schrittweise ab März/April, wenn die Temperaturen steigen. Bei Stauden lockern Sie die Mulchschicht zunächst nur auf. Entferntes Material können Sie kompostieren oder für schattige Bereiche wiederverwenden.