Rankgitter für Gemüse: Erntepower vertikal

Wer kennt das nicht? Der Garten ist begrenzt, aber die Anbau-Wünsche sind grenzenlos. Besonders bei Gemüse stoßen viele Hobbygärtner schnell an räumliche Grenzen. Die Lösung: Rankgitter für Gemüse nutzen und in die dritte Dimension gehen! Diese praktischen Helfer verwandeln selbst kleinste Gartenflächen in produktive Gemüseoasen. Durch geschicktes vertikales Gärtnern können Sie Ihre Ernte maximieren und gleichzeitig Platz sparen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Auswahl, Installation und Nutzung von Rankgittern für Ihren Gemüsegarten wissen müssen.
Warum Rankgitter für Gemüse unverzichtbar sind
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Immobilienmakler Wiesbaden
Rankgitter sind weit mehr als nur hübsche Gartenelemente. Sie bieten zahlreiche praktische Vorteile, die jeden Gemüsegärtner begeistern:
Platzersparnis steht dabei an erster Stelle. Auf begrenztem Raum können Sie durch vertikales Wachstum deutlich mehr anbauen. Ein Quadratmeter Bodenfläche verwandelt sich mit einem Rankgitter in mehrere Quadratmeter Anbaufläche. Besonders für Stadtgärtner mit kleinen Gärten oder Balkonen ist dies ein entscheidender Vorteil.
Gleichzeitig sorgen Rankgitter für Gemüse für eine bessere Luftzirkulation um Ihre Pflanzen. Dies reduziert das Risiko von Pilzerkrankungen und Fäulnis erheblich, da die Blätter schneller abtrocknen können. Gerade bei feuchtempfindlichen Gemüsesorten wie Tomaten oder Gurken kann dies den Unterschied zwischen einer reichen Ernte und enttäuschenden Ergebnissen ausmachen.
Ein weiterer unschätzbarer Vorteil: Die Früchte hängen nicht am Boden und bleiben dadurch sauberer und gesünder. Der direkte Kontakt mit der Erde wird vermieden, was Fäulnis vorbeugt und die Qualität der Ernte verbessert. Zudem sind die Früchte für Schnecken und andere Bodenschädlinge schwerer erreichbar.
Nicht zu unterschätzen ist auch die leichtere Ernte. Statt sich zu bücken und im Dickicht nach reifen Früchten zu suchen, hängen diese gut sichtbar am Rankgitter. Besonders für Menschen mit Rückenproblemen ist dies eine erhebliche Erleichterung.
Die besten Gemüsesorten für Rankgitter
Nicht jedes Gemüse eignet sich gleichermaßen für den Anbau an Rankgittern. Zu den idealen Kandidaten zählen vor allem rankende und kletternde Gemüsearten:
Gurken sind regelrechte Kletterkünstler und nutzen ihre Ranken, um sich an Gittern festzuhalten. Sorten wie 'Tanja' oder 'Marketmore' wachsen mit Begeisterung in die Höhe. An Gurkenspalieren entwickeln sie sich prächtig und bilden gleichmäßig geformte Früchte.
Tomaten sind zwar keine echten Ranker, benötigen aber dennoch Unterstützung. An Tomatenspalieren wachsen sie gesünder, da die Blätter besser abtrocknen können. Besonders Cocktail- und Cherrytomaten wie 'Sungold' oder 'Gardener's Delight' profitieren von der vertikalen Führung.
Stangenbohnen wie 'Blauhilde' oder 'Neckarkönigin' sind natürliche Kletterer und erreichen mühelos Höhen von 2-3 Metern. Ihre Erntemenge pro Quadratmeter kann bei guter Führung beeindruckend sein.
Erbsen, besonders Zuckererbsen wie 'Oregon Sugar Pod', sind weitere hervorragende Kandidaten für Rankgitter. Mit ihren feinen Ranken halten sie sich selbständig fest und produzieren über einen langen Zeitraum süße, knackige Schoten.
Auch Zucchini der rankenden Sorten wie 'Black Forest' oder 'Tromboncino' lassen sich erfolgreich vertikal ziehen. Sie sparen dadurch enorm viel Platz im Vergleich zu ihren buschig wachsenden Verwandten.
Weniger bekannt, aber ebenso geeignet sind Melonen und Kürbisse. Besonders kleinfrüchtige Sorten wie 'Minnesota Midget' (Melone) oder 'Jack Be Little' (Zierkürbis) gedeihen an Rankgittern prächtig. Bei größeren Früchten sollten Sie allerdings Stützen oder Netze vorsehen, um das Gewicht abzufangen.
Materialkunde: Das richtige Rankgitter für Ihr Gemüse wählen
Bei der Auswahl des passenden Rankgitters für Gemüse sollten Sie sowohl auf Material als auch auf Konstruktion achten:
Rankgitter aus Metall sind besonders langlebig und stabil. Verzinkter Stahl oder pulverbeschichtetes Eisen trotzt jahrelang den Witterungseinflüssen. Diese Variante eignet sich hervorragend für schwerere Gemüsesorten wie Kürbisse oder reichtragende Tomatenpflanzen. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich durch die lange Haltbarkeit.
Holzgitter fügen sich natürlich ins Gartenbild ein und sind eine ästhetische Option. Allerdings sollten Sie auf witterungsbeständige Hölzer wie Lärche oder druckimprägnierte Varianten setzen. Unbehandeltes Holz hält ohne regelmäßigen Anstrich nur wenige Saisons durch. Für leichtere Gemüsesorten wie Erbsen oder Bohnen sind sie jedoch vollkommen ausreichend.
Kunststoffrankgitter bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind leicht zu handhaben. Hochwertige UV-beständige Modelle halten mehrere Jahre. Achten Sie auf ausreichende Stabilität, besonders wenn Sie schwerere Gemüsesorten anbauen möchten.
Eine kostengünstige Alternative sind Rankgitter aus Naturmaterialien wie Bambus oder Weidenruten. Diese lassen sich sogar selbst herstellen, wie in unserem Artikel "Vertikale Gartenwunder zum Nachbauen" ausführlich beschrieben wird. Sie verleihen dem Garten einen rustikalen Charme, halten aber meist nur eine bis zwei Saisons.
Bei der Form sollten Sie die Wuchseigenschaften Ihrer Gemüsepflanzen berücksichtigen. Für Tomaten eignen sich flache, fächerförmige Spaliere oder Obelisken. Gurken und Bohnen wachsen dagegen gut an Gittern oder Netzen, die zwischen Pfosten gespannt sind. Teepee-förmige Konstruktionen sind platzsparend und ideal für kleinere Gärten.
Installation und Pflege von Gemüse-Rankgittern
Die richtige Installation Ihres Rankgitters ist entscheidend für den Erfolg. Beachten Sie folgende Grundregeln:
Standortwahl: Platzieren Sie Ihr Rankgitter für Gemüse so, dass es die Sonneneinstrahlung optimal nutzt, ohne andere Pflanzen zu beschatten. Bei Nord-Süd-Ausrichtung erhalten beide Seiten des Gitters ausreichend Licht. Bei Ost-West-Ausrichtung profitiert nur die Südseite von voller Sonneneinstrahlung.
Stabile Verankerung: Besonders wichtig ist eine solide Befestigung im Boden. Fruchtragende Pflanzen können erstaunlich schwer werden, und ein umfallendes Rankgitter bedeutet oft das Ende für Ihre Ernte. Bei freistehenden Konstruktionen empfehlen sich Bodenhülsen oder tiefe Eingraben der Pfosten (mindestens 30-40 cm). Verwenden Sie bei Bedarf zusätzliche Abspannungen.
Höhe und Breite: Die optimale Höhe richtet sich nach den angebauten Gemüsesorten. Für Tomaten und Gurken reichen meist 1,80-2,00 Meter, während Stangenbohnen auch höhere Konstruktionen erklimmen können. Die Breite sollte so gewählt werden, dass Sie alle Pflanzen bequem erreichen können – idealerweise nicht mehr als 1,20 Meter bei beidseitigem Zugang.
Die Pflege der Pflanzen am Rankgitter umfasst einige spezifische Aufgaben:
Regelmäßiges Anbinden und Leiten der jungen Triebe ist besonders zu Beginn wichtig. Verwenden Sie weiche Materialien wie Bast oder spezielle Pflanzenbinder, um Verletzungen zu vermeiden. Sobald die Pflanzen ihre Ranken ausgebildet haben, halten sich viele Sorten selbstständig fest.
Das Ausgeizen – das Entfernen der Seitentriebe – ist besonders bei Tomaten wichtig, um die Pflanze nicht zu sehr zu belasten und die Energien auf die Fruchtbildung zu konzentrieren. Bei anderen Gemüsesorten wie Gurken sollten Sie hingegen zurückhaltender sein und nur bei zu dichtem Wuchs eingreifen.
Achten Sie auf regelmäßige Kontrolle der Rankgitter auf Stabilität, besonders nach Unwettern. Schwere Früchte können zusätzliche Stützen erfordern. Kleine Stoffbeutel oder Netze eignen sich hervorragend, um etwa schwere Melonen oder Kürbisse zu entlasten.
Saisonale Planung mit Rankgittern für Gemüse
Ein durchdachter Einsatz von Rankgittern ermöglicht eine Verlängerung der Gartensaison und Maximierung der Ernte:
Frühjahr: Beginnen Sie mit kältetoleranten Kletterpflanzen wie Erbsen. Diese können bereits ab März/April ausgesät werden und nutzen die Rankgitter, bevor wärmeliebende Gemüsesorten überhaupt ins Freie kommen.
Sommer: Wenn die Erbsenernte abgeschlossen ist, können Sie dieselben Rankgitter für Bohnen, Gurken oder Tomaten nutzen. So haben Sie eine kontinuierliche Produktion ohne zusätzlichen Platzbedarf.
Herbst/Winter: Nach der Hauptsaison können winterharte Rankpflanzen wie Winterkresse die Struktur weiter nutzen. Alternativ bieten die Gitter Platz für Winterschutzfolien, um frostempfindliche Pflanzen zu schützen.
Ein besonders effektiver Ansatz ist die Kombination verschiedener Gemüsesorten an einem Rankgitter. Dies wird auch in unserem Artikel "Rankhilfen für Ihren Traumgarten bauen" näher beleuchtet. Schnellwachsende Erbsen können beispielsweise zusammen mit langsameren Bohnen gepflanzt werden. Die Erbsen nutzen das Gitter zuerst und machen nach ihrer Ernte Platz für die Bohnen, die dann in ihre Hauptwachstumsphase eintreten.
Kreative Ideen für Gemüse-Rankgitter im Garten
Rankgitter müssen nicht nur funktional sein – sie können auch gestalterische Elemente im Garten darstellen:
Bogenförmige Rankgitter schaffen einladende Durchgänge und gleichzeitig Anbaufläche für Kletterpflanzen. Stellen Sie sich einen Eingang zu Ihrem Gemüsegarten vor, überwachsen mit schmackhaften Stangenbohnen oder duftenden Erbsenblüten!
Rankgitter als Sichtschutz kombinieren Nutzen mit Ästhetik. Eine mit Gemüsepflanzen bewachsene Wand schirmt nicht nur neugierige Blicke ab, sondern liefert gleichzeitig eine reiche Ernte.
Vertikale Gemüsegärten an Hauswänden nutzen oft unbeachtete Flächen. Mit speziellen Wandrankgittern können sonst ungenutzte Fassaden in produktive Anbauflächen verwandelt werden. Achten Sie hier besonders auf eine sichere Befestigung.
Freistehende Obelisken setzen attraktive Akzente in Beeten und bieten gleichzeitig Klettermöglichkeiten für Gemüsepflanzen. Sie eignen sich besonders gut für kleinere Gärten oder als gestalterische Elemente in Ziergärten mit essbaren Pflanzen.
Besonders reizvoll ist die Kombination von Zier- und Nutzpflanzen am Rankgitter. Warum nicht duftende Wicken zusammen mit Zuckererbsen wachsen lassen oder Zierkürbisvarianten neben ihren essbaren Verwandten? So entsteht ein Garten, der alle Sinne anspricht und gleichzeitig produktiv ist.
Fazit: Rankgitter für Gemüse – ein Must-have für jeden Garten
Rankgitter für Gemüse sind weit mehr als nur praktische Gartenhilfen – sie repräsentieren einen intelligenten, ressourcenschonenden Ansatz der Gartengestaltung. Durch die Nutzung der vertikalen Dimension maximieren Sie nicht nur Ihre Ernte, sondern schaffen auch gesündere Wachstumsbedingungen für Ihre Pflanzen.
Ob aus Metall, Holz oder Naturmaterialien – die Vielfalt an verfügbaren Optionen ermöglicht es jedem Gärtner, die perfekte Lösung für seinen Bedarf zu finden. Vom kleinen Balkon bis zum großzügigen Nutzgarten – vertikales Gärtnern mit Rankgittern eröffnet neue Möglichkeiten und kann sogar gestalterische Akzente setzen.
Experimentieren Sie mit verschiedenen Gemüsesorten und Kombinationen, um Ihren persönlichen vertikalen Erntegarten zu optimieren. Die Belohnung wird eine gesteigerte Produktivität bei reduziertem Platzbedarf sein – und natürlich die Freude über gesundes, selbst angebautes Gemüse, das dank der idealen Wachstumsbedingungen am Rankgitter besonders prächtig gedeiht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gemüsesorten eignen sich am besten für Rankgitter?
Die besten Gemüsesorten für Rankgitter sind natürliche Kletterer: Stangenbohnen wie 'Blauhilde' erreichen 2-3 Meter Höhe und liefern reiche Ernte. Gurken sind echte Rankprofis, die sich mit ihren Ranken selbstständig festhalten.
Tomaten benötigen zwar Führung, gedeihen aber deutlich gesünder durch bessere Luftzirkulation. Zuckererbsen wie 'Oregon Sugar Pod' halten sich mit feinen Ranken selbst fest. Auch rankende Zucchini-Sorten wie 'Tromboncino' sparen enorm viel Platz.
Kleinfrüchtige Kürbisse und Melonen funktionieren ebenfalls – allerdings sollten Sie bei schweren Früchten Stütznetze verwenden, um das Gewicht abzufangen.
Aus welchem Material sollte ein Rankgitter für schwere Gemüsesorten sein?
Für schwere Gemüsesorten wie reichtragende Tomaten oder Kürbisse sind Rankgitter aus Metall die beste Wahl. Verzinkter Stahl oder pulverbeschichtetes Eisen trotzen jahrelang der Witterung und tragen problemlos hohe Lasten.
Holzgitter eignen sich für leichtere Gemüse wie Erbsen oder Bohnen – wählen Sie dann aber witterungsbeständige Hölzer wie Lärche. Kunststoffrankgitter bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – achten Sie auf UV-beständige und stabile Modelle.
Wichtig ist neben dem Material auch die Verankerung: Nutzen Sie Bodenhülsen oder graben Sie Pfosten mindestens 30-40 cm tief ein. Bei Metall-Konstruktionen amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten durch jahrelange Haltbarkeit.
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Wie verhindere ich, dass schwere Früchte am Rankgitter abbrechen?
Schwere Früchte wie Melonen oder große Kürbisse benötigen zusätzliche Stützen am Rankgitter. Die beste Lösung sind spezielle Stütznetze oder atmungsaktive Stoffbeutel, die Sie direkt am Gitter befestigen.
Diese Netze fangen das Gewicht der reifenden Früchte ab und verteilen die Last gleichmäßig auf die Konstruktion. Alternativ können Sie auch weiche Pflanzenbinder oder Bast verwenden, um Früchte einzeln zu stützen.
Grundsätzlich empfehle ich bei schweren Früchten kleinfrüchtige Sorten wie 'Minnesota Midget' zu wählen. Achten Sie außerdem auf ein stabiles Metall-Rankgitter und solide Verankerung – das verhindert, dass die gesamte Konstruktion unter der Last nachgibt.
Wie hoch sollte ein Rankgitter für Tomaten und Gurken sein?
Für Tomaten und Gurken ist eine Höhe von 1,80 bis 2,00 Metern optimal. Das ermöglicht ausreichend Wachstumsraum und bleibt gleichzeitig noch bequem erreichbar für Pflege und Ernte.
Tomatenspaliere sollten stabil sein, da die Pflanzen mit ihren Früchten recht schwer werden. Flache, fächerförmige Spaliere oder Obelisken eignen sich besonders gut. Für Gurken reichen auch Ranknetze, die zwischen Pfosten gespannt werden.
Stangenbohnen hingegen können auch höhere Konstruktionen bis 2,50-3,00 Meter nutzen – sie klettern unermüdlich. Bei der Breite sollten Sie maximal 1,20 Meter bei beidseitigem Zugang wählen, damit alle Pflanzen bequem erreichbar bleiben.
Wichtig: Verwenden Sie weiche Pflanzenbinder, um die Triebe regelmäßig anzubinden, und achten Sie auf eine solide Verankerung im Boden.
Was ist besser: Rankgitter aus Metall oder Holz?
Die Wahl zwischen Metall-Rankgittern und Holz-Rankgittern hängt von Ihren Prioritäten ab.
Metall-Rankgitter sind die langlebigere Wahl: Verzinkter Stahl oder pulverbeschichtetes Eisen hält 10-15 Jahre und mehr. Sie tragen problemlos schwere Gemüsesorten wie vollbehangene Tomatenpflanzen oder Kürbisse. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich durch die Haltbarkeit. Ideal, wenn Sie eine dauerhafte Lösung suchen.
Holz-Rankgitter fügen sich natürlicher ins Gartenbild ein und sind ästhetisch ansprechender. Sie eignen sich gut für leichtere Gemüse wie Erbsen oder Bohnen. Wählen Sie witterungsbeständige Hölzer wie Lärche oder druckimprägnierte Varianten. Ohne Pflege halten sie 3-5 Jahre.
Ein Kompromiss sind hochwertige Kunststoff-Rankgitter – sie bieten gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und mittlere Haltbarkeit.
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Wie befestige ich ein Rankgitter stabil im Boden?
Eine stabile Verankerung ist entscheidend, damit Ihr Rankgitter nicht unter der Last vollbeladener Pflanzen umkippt. Die beste Lösung sind Bodenhülsen, die Sie einbetonieren oder einschlagen – sie ermöglichen stabilen Halt und einfachen Austausch der Pfosten.
Alternativ graben Sie die Pfosten Ihres freistehenden Rankgitters mindestens 30-40 cm tief ein und verdichten die Erde gründlich. Bei schweren Konstruktionen empfiehlt sich das Einbetonieren: Graben Sie 50 cm tief, stellen Sie den Pfosten mit Wasserwaage gerade und füllen Sie mit Schnellbeton.
Bei sehr hohen oder freistehenden Gittern sind zusätzliche Abspannungen mit Bodenankern sinnvoll. Für die Wandmontage nutzen Sie stabile Wandhalterungen mit Dübeln, die für Ihr Mauerwerk geeignet sind.
Kann ich verschiedene Gemüsesorten gleichzeitig an einem Rankgitter anbauen?
Ja, absolut! Die Kombination verschiedener Gemüsesorten an einem Rankgitter ist sogar sehr clever und maximiert Ihre Ernte. Besonders effektiv ist die zeitversetzte Bepflanzung: Säen Sie im Frühjahr schnellwachsende Erbsen, die bereits ab März ins Freie können.
Wenn die Erbsenernte im Juni abgeschlossen ist, pflanzen Sie am selben Gitter wärmeliebende Stangenbohnen oder Gurken. So nutzen Sie die Struktur kontinuierlich ohne zusätzlichen Platzbedarf.
Auch die gleichzeitige Kultivierung funktioniert: Erbsen und Bohnen zusammen gepflanzt – die schnelleren Erbsen nutzen das Rankgitter zuerst, während die Bohnen langsam nachwachsen. Sogar Kombinationen von Nutz- und Zierpflanzen sind reizvoll – etwa duftende Wicken neben Zuckererbsen. Achten Sie nur darauf, dass die Pflanzen ähnliche Standortansprüche haben.
Welches Rankgitter eignet sich für einen kleinen Balkon?
Für kleine Balkone sind kompakte Obelisken oder schmale Spaliere ideal. Sie benötigen wenig Standfläche und bieten trotzdem ausreichend Kletterfläche für Gemüse. Ein Metall-Obelisk mit 40-50 cm Durchmesser passt in jeden größeren Kübel und bietet Platz für 2-3 Pflanzen.
Alternativ eignen sich wandmontierte Rankgitter, die Sie direkt an der Balkonwand oder am Geländer befestigen – sie verbrauchen keine wertvolle Bodenfläche. Für den Balkon empfehle ich leichte Kunststoff-Rankgitter oder faltbare Bambus-Spaliere.
Perfekte Gemüsesorten für Balkon-Rankgitter sind Cocktailtomaten, Mini-Gurken oder Zuckererbsen. Kombinieren Sie das Gitter mit einem ausreichend großen Gemüsekübel (mindestens 10-15 Liter).
Wie binde ich Tomatenpflanzen richtig am Rankgitter an?
Tomaten am Rankgitter anbinden Sie am besten mit weichen Pflanzenbindern oder Naturbast. Diese Materialien schneiden nicht in die empfindlichen Stängel ein und dehnen sich mit, wenn die Pflanze wächst.
Binden Sie den Haupttrieb alle 20-30 cm locker an – die Schlaufe sollte leicht Spielraum haben. Achten Sie darauf, dass Sie den Binder in Form einer lockeren Acht um Pflanze und Gitterstab wickeln, sodass die Pflanze nicht direkt am harten Material reibt. Spezielle Pflanzenclips sind noch einfacher in der Handhabung – sie lassen sich schnell befestigen und wieder öffnen.
Wichtig beim Tomatenanbau am Rankgitter: Entfernen Sie regelmäßig die Seitentriebe (Ausgeizen), damit die Pflanze ihre Energie in die Früchte steckt. Nutzen Sie dafür eine saubere Gartenschere. Kontrollieren Sie die Bindungen wöchentlich und passen Sie sie bei Bedarf an.
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Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rankgitter im Garten aufzustellen?
Der ideale Zeitpunkt für das Aufstellen von Rankgittern ist das zeitige Frühjahr vor der Aussaat, idealerweise März bis April. So können Sie die Konstruktion in Ruhe installieren und stabil verankern, ohne bereits gepflanzte Gewächse zu beschädigen.
Für frühe Kulturen wie Erbsen sollten Sie bereits im März bereit sein – diese können schon bei kühlen Temperaturen ausgesät werden. Für wärmeliebende Gemüse wie Gurken oder Bohnen reicht Ende April bis Anfang Mai.
Bei dauerhaften Konstruktionen aus Metall können Sie sogar bereits im Herbst installieren – dann ist der Boden noch gut bearbeitbar und das Rankgitter kann über Winter fest einwachsen. Klappbare Varianten können Sie auch später noch problemlos aufstellen, wenn die Jungpflanzen schon gesetzt sind.